Aufruf: Wissenschaftler kritisieren Genderpraxis des ÖRR

hr2 – Der Tag – Keine Sternstunde! Der Kampf für und gegen Genderzeichen (April 2024)

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  • Bereits der Titel der Sendung enthält eine Wertung: “Keine Sternstunde!”.
  • Es werden in der Sendung ausschließlich Befürworter einer “gendergerechten” Srache befragt: Dr. Sabine Krome vom Deutschen Rechtschreibrat, Prof. Sabine Andresen, Vizepräsidentin der Frankfurter Goethe-Uni, Kathrin Tablack vom Queeren Zentrum Wiesbaden und mit Friederike Sittler vom Deutschen Journalistinnenbund. Außerdem kommt die Aktivistin Marlies Krämer zu Wort sowie die grüne Landtagsabgeordnete Julia Herz.
  • Die Moderatoren verwenden selbst “gendergerechte” Sprache.
  • Die hr-Journalisten bezeichnen das Maskulinum fälschlicherweise als “männliche Form” oder “rein männliche Schreibweise.” (Gleichsetzung von Genus und Sexus).
  • hr behauptet, das generische Maskulinum sei missverständlich. Zitat: „Schüler in Hessen dürfen keine Genderzeichen schreiben“. Wenn die neue Landesregierung das so formulieren würde, dann könnte die Antwort lauten: „Aha, Schüler dürfen es nicht. Aber Schülerinnen dürfen es? Und Kinder und Jugendliche, die divers sind, dürfen es auch?“ Hier zeigen sich die Grenzen des sogenannten ‘generischen Maskulinums’.”
  • Moderator: “Denn wenn Menschen raten müssen, ob sie gemeint sind, trägt das nicht gerade zur Klarheit bei”.
  • Der Genderstern wird als “Zeichen zwischen der männlichen und der weiblichen Form eines Wortes bezeichnet.” (“Lehrer” in “Lehrer*in” ist jedoch lediglich die unmarkierte Grundform, der neutrale Wortstamm).
  • Zitat: “Seit Jahren melden sich Skeptiker und Skeptikerinnen einer gendergerechten Sprache zu Wort. Sie beklagen einen ‘Genderwirrwarr”. “Allen voran die AfD und der Verein deutsche Sprache.” (Framing: Genderkritiker werden als “rechts”, wenn nicht rechtsextrem markiert).
  • Über das Genderzeichen heißt es: “Es stellt das Geschlechtersystem an sich in Frage” (also die binäre Unterteilung in Mann und Frau).
  • Dann aber wieder: “Beide Geschlechter anzusprechen, hat sich mittlerweile in vielen Bereichen etabliert.” “Damit hat sich auch die Erkenntnis durchgesetzt: Sprache bildet Gesellschaft ab und sie schafft Bewusstsein”.
  • Moderator behauptet (Minute 6:14), das Wort “Schüler” bezeichne (im Ggs. zum Wort Mensch) automatisch ein männliches Wesen.
  • Das Verbot der Nutzung von Gendersonderzeichen durch die neue hessische Regierung wird im Rahmen einer rhetorischen Frage durch den Moderator als “ideologisch” bezeichnet.
  • Befragt wurden im Vorfeld auch die Zuhörer. Es gab lediglich 15 Rückmeldungen. 5 der hiervon ausgewählten Hörerstimmen waren pro Gendern, 4 dagegen. Der Sender betont, dass die Genderkritiker in der Mehrzahl Männer waren (> Narrativ des männlichen Genderkritikers).