Unterzeichner-Stimmen

Hier kommen einige Unterzeichner (Liste 2) zu Wort.
Aus den hunderten von Mails, die hier eingetroffen sind, wurden einige Zitate – anonymisiert – zusammengestellt.

Vielen Dank für diese linguistische Aufarbeitung der Gendersprache. Auch ich sehe mir diese Entwicklung mit Besorgnis an und habe das auch schon an z.B. die Tagesschau kommentiert, ohne Erfolg. Ich hoffe, dass dieser Aufruf der Debatte wieder einen Schub in die richtige Richtung gibt.
————————————————————————————————————————
Ich bin kein Linguist oder Germanist, aber ich habe die Zeiten der Schule bis zum Abitur durchlaufen. Auch heute versuche ich, mich ordentlich und vor allem in richtiger Satzbildung und Rechtschreibung zu üben. Ich werde nie Romane oder ähnliches schreiben. Dazu fehlt mir schlicht die Zeit. Zu viele Beschäftigungen halten mich davon ab.
Ab und zu schreibe ich Freunden und Verwandten meine Erlebnisse, die nicht immer alltäglich sind. Davon sind die Leser doch oft beeindruckt. Auch meine Frau freut sich immer über meine Schreibweise. Und gerade weil ich mich immer um eine gute deutsche Schreibweise bemühe, schmerzt mich der linguistische Wahnsinn der letzten Zeit.
————————————————————————————————————————
Falls es mir gestattet ist wollte ich ebenfalls diesen Aufruf unterzeichnen, in der Hoffnung, den öffentlich-rechtlichen Schluckauf heilen zu helfen.
————————————————————————————————————————
Schon gar nicht möchte ich von Leuten, die ich zwangsfinanzieren muss und der deutschen Sprache noch weniger mächtig sind als ich, umerzogen werden.
————————————————————————————————————————
Meine Vorgesetzten sind nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen, benennen auf Nachfrage keine kompetenten Ansprechpartner im Konzern und ignorieren mich weitgehend.
Inzwischen erwäge ich rechtliche Schritte, ein letztes Mittel, um sich zur Wehr zu setzen.
(…) Dabei wirbt der Konzern extern um “Kunden”, indoktriniert das Personal intern jedoch mit Kund:innen.
————————————————————————————————————————
Auch ich würde gerne Ihren Aufruf zur Genderpraxis unterzeichnen. Als Germanist, Lehrer, Familienhelfer und Autor im Ruhestand habe ich unsere lebendige Sprache immer als bewusstseinsbildend empfunden und schöpferisch gestaltet und genutzt. Was da heute vom Zeitgeist und anderen nicht immer guten Geistern „veranstaltet“ wird, bereitet mir ein tiefes Missbehagen.
————————————————————————————————————————
Ich bin Altphilologin, unterrichte (Uni!) und übersetze Polnisch und langsam erkranke ich an diesem Genderwahn. Will dieses Volk eine Nation der Dichter*innen und Denker*innen oder der Dichtenden und Denkenden werden!?
————————————————————————————————————————
Ich freue mich über Ihre Initiative Linguistik vs. Gendern und bin froh, dass hier endlich Widerstand gegen den Missbrauch unserer Sprache und gegen das tendenziöse und ideologisch motivierte Verhalten der ör Rundfunksender geleistet wird. Dem schliesse ich mich an und würde gern diese Erklärung unterschreiben.
————————————————————————————————————————
Meine Familie und ich sind so dankbar, dass Sie und die Initiatorinnen und Initiatoren dieses Aufrufes an die Öffentlichkeit gegangen sind.
Meine höflich formulierte Bitte an das ZDF vor wenigen Wochen, die bisherige Praxis vor allem in den Prime-Time Nachrichten um 19.00 Uhr oder im ARTE Journal um 19.20 Uhr zu überprüfen, wurde mit Floskeln in äußerst arroganter Weise abgetan. Wir, meine Familie und ich, können nur unserem Gefühl Ausdruck verleihen, dass der Öffentlich Rechtliche Rundfunk vor allem jedoch das ZDF das Gendern in der gesprochen wie auch geschriebenen deutschen Sprache (m.E. eine nicht legitimierte Sprachverstümmelung) auf Biegen und Brechen der Gesellschaft oktroyieren will. Eine ohnehin gespaltene Gesellschaft wird in diesen schwierigen Zeiten durch eine kleine gesellschaftliche Gruppe weiter gespalten. Wie können wir uns wehren, wenn schon der deutsche Fernsehrat sich nicht durchsetzen kann?
Ich hätte nicht gedacht, dass ich als Liberaler mit 57 Jahren, groß geworden mit dem ÖRR in der Bundesrepublik West, noch einmal in meinem Leben mich gegen diesen stellen muss. Was ist nur los in Deutschland?
————————————————————————————————————————
Ich hoffe, dass dies auch eine Signalwirkung für Behörden und andere Einrichtungen hat, die Ihren Kunden fehlerhaftes Deutsch und lächerliche Sprachformen und Schreibweisen aufoktroyieren wollen.
————————————————————————————————————————
Mein Hauptkritikpunkt an gegenderter Sprache mit Gender-Binnen-Sonderzeichen ist:
Alle Behindertenverbände (Legastheniker, Menschen mit Lese- und Sehschwäche und kognitiven Einschränkungen, der Verband der Blinden und Sehbehinderten) raten vom Gendersternchen ab, weil es für Millionen (!) Menschen allein in Deutschland des Lesen und Verstehen unnötig verkompliziert. Auch Deutsch-Nicht-Muttersprachlern und Migranten legen sie unnötige Steinbrocken in den Weg.
Gegenderte Sprache mit Sonderzeichen innerhalb von Wörtern ist nicht inklusiv, sondern exklusiv. Sie grenzt die besagten Gruppierungen aus. :-(
————————————————————————————————————————
Freude und Stolz auf die deutsche Sprache sowie ihre Pflege und Bewahrung ist nicht allein die Aufgabe der Linguisten und Intellektuellen. In einem Lebensalter von 72 Jahren schaue ich mit Grauen auf das Gendern in den Medien (nicht nur im ÖRR). Nach 43 Berufsjahren als Maschineningenieur im Spezialtiefbauempfinde ich beim vermehrten Gendern im ÖRR eine enorme Diskriminierung als Mann. Geschehene Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen, Neutren, Lesben und Homosexuellen (nicht allein die Ungerechtigkeiten, die der Feminismus anprangert) schafft man durch neue Ungerechtigkeiten und Diskriminierung nicht aus der Welt (Pünktchen und Sternchen gehen oft mit einer Vergewaltigung des allgemeinen Sprachgebrauchs einher). Nach meiner Pensionierung im ländlichen Raum ansässig, muss ich feststellen, dass das Gendern im gesellschaftlichen Leben der ländlichen Bevölkerung Gottlob noch keinen Anklang gefunden hat.
Als eine Stimme dieser ländlichen Bevölkerung möchte ich mich hier ebenfalls zu Wort melden und nicht auch noch einen eigenen Brief verfassen, derer es gegenwärtig schon fast zu viele gibt.
————————————————————————————————————————
Sie haben sicher genug zu schreiben und zu tun – also, ich will nur sagen, dass ich das auch voll unterstütze. Nicht weil ich ein alter, weisser Mann bin, sondern, weil ich immer noch an eine Demokratie mit dem Primat von Mehrheiten glaube, gerade weil in vielen Bereichen heute Minderheiten das Geschehen gegen den ausdrücklichen Willen von Mehrheiten bestimmen.
————————————————————————————————————————
Es ist mir eine Herzensangelegenheit den „ Aufruf gegen die Verwendung der gendergerechten Sprache im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ zu unterzeichnen. Bitte beziehen Sie mich als begeisterten Rundfunkhörer, der immer wieder mit Irritationen durch die häufige Verwendung der weiblichen Form in gesprochenen Beiträgen konfrontiert wird, in die Aktion ein.
Ich habe mich als Frau nie ausgegrenzt gefühlt, wenn wie bisher üblich, nur die männliche Variante eines Begriffes angewendet wurde. Es zeugt von einer gewissen Überheblichkeit und Ignoranz bestimmter Personen, sich nicht auf die historisch geprägte deutsche Sprache einzulassen. Sexuelle Vorlieben gehören in den privaten Bereich und müssen nicht im täglichen Leben hervorgehoben werden. Jeder sollte sich als Teil der Menschheit begreifen und so handeln, dass er der Gesellschaft nützt. Dann erhält er auch die entsprechende Anerkennung.
————————————————————————————————————————
Ich habe mich bereits mehrfach, besonders beim ZDF, beschwert – natürlich erfolglos, da man dort offenbar von einem ideologischen Sendungsbewusstsein durchdrungen ist.
Ich bin seit über 30 Jahren Redakteur einer bayerischen Regionalzeitung und habe daher mit den Auswüchsen dieser Ideologisierung der Gesellschaft (wer nicht gendert ist alt, überholt, frauenfeindlich und potenziell rechts) häufig zu tun. Im Gegenzug registriere ich, wie die Leser zunehmend ablehnend oder auch aggressiv auf das Gendern und die Oberlehrerhaftigkeit in den Medien reagieren. Damit entsteht in meinen Augen schleichend ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem im deutschen Journalismus.
————————————————————————————————————————
Ich möchte Ihre Petition zum Umgang mit (Gender-)Sprache im Kontext einer zunehmend ideologisch agierenden öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft unterstützen. Ich denke, es ist höchste Zeit, dass das Thema im Rahmen einer echten wissenschaftlichen Debatte erörtert wird.
————————————————————————————————————————
Lassen Sie uns hoffen, dass es hier noch zu einem Umdenken und zu einer „Rückabwicklung“ der im ÖRR und andernorts um sich greifenden Praxis kommt.
————————————————————————————————————————
Wie der Text des Aufrufs ausführt: Es geht nicht gegen Geschlechtergerechtigkeit, sondern um die innere Verfasstheit unserer so außerordentlich reichen, differenzierten und differenzierenden deutschen Sprache. Unsere Sprache verfügt über alle Möglichkeiten, Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit sensibel, präzise und respektvoll zum Ausdruck zu bringen, ohne gewaltsamen, nicht demokratisch legitimierten geschweige denn wissenschaftlich fundierten Eingriff in Sprachregeln und grammatische Logik.
————————————————————————————————————————
Das Gendern ist gerade im Rundfunk besonders irreführend und lenkt von jedem Gedanken ab.
Es lenkt erkennbar auch die Journalisten und Moderatoren von der notwendigen Aufmerksamkeit für eine fehlerfreie Anwendung der deutschen Grammatik ab.
Fehler häufen sich. Dies alles ist übrigens auch kinderfeindlich und ausländerfeindlich, da es sprachliche Lernprozesse unnötig erschwert und jede Freude am Klang und Sinn der deutschen Sprache zerstört. Es erhebt sich anmaßend über Geschichte und Literatur.
————————————————————————————————————————
Gutes Gelingen und weiter so! Wir dürfen nicht zulassen, dass eine radikale Minderheit ihre Ideologie in die Gesellschaft pflanzt (vornehmlich über die Sprache, aber auch über andere Wege).
————————————————————————————————————————
An dieser Stelle möchte ich Ihnen erst einmal für Ihr stetes Bemühen in der Auseinandersetzung mit der vermeintlichen gendergerechten Sprache danken. Auch ich sehe mich im Planungsbüroalltag zunehmend mit der Gender-Problematik konfrontiert. Neben jungen Kollegen, die meist gerade von der Hochschule kommen, sind es besonders öffentliche Institutionen, die seit zwei Jahren inflationär, wie selbstverständlich und wild gendern. So erlebe ich beispielsweise bei öffentlichen Auftragsausschreibungen ein unglaubliches sprachliches Durcheinander – die Stadt München als Auslober*in, Bewerber*innen und Bieter*innengemeinschaft, Multiplikator*innentreffen, Nachbar*innenschaften, Mitarbeitende, zu Fuß Gehende etc. Dabei wird wenig Wert auf Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Rechtssicherheit gelegt, was man in diesem Bereich eigentlich erwarten sollte, ebenso wie beim ÖRR.
————————————————————————————————————————
Allerdings wurde ich wiederholt von Studenten zur orthographischen Korrektur ihrer Hausarbeit bzw. von anderen Amateuren zur Korrektur ihrer in Zeitschriften zu publizierenden Artikel gebeten.
Insbesondere Studenten baten dabei von vornherein für das Gendern ihrer Hausarbeit um Entschuldigung. Diese würde aber ungegendert nicht angenommen, zumindest schlechter benotet.
Wenn auch die Rechtsgrundlage dafür fehlt, hat nicht jeder Student, anhängig von einem erfolgreichen Abschluss und somit erpressbar, die Standhaftigkeit, juristisch dagegen vorzugehen.
Meinem Eindruck nach handelt es sich bei der Durchsetzung der Sprachverhunzung durch Gendern bei Behörden, Bildungsstätten und ÖRR um ein sich selbst und gegenseitig verstärkendes System der ideologischen Gehorsamsabrichtung und Unterwerfung, was in einem demokratischen Rechtsstaat so nicht geduldet werden kann, aber leider auch um ein unterschätztes Problem.
Eine laute Minderheit versucht hier, der stillen und meist mit der Bewältigung ihres Alltags beschäftigten Mehrheit ihre Ideologie aufzuzwingen und damit, da nichts Besseres gelernt, in erster Linie die eigene Existenzberechtigung zu sichern.
————————————————————————————————————————
Die Verwendung von Gender-Ergänzungen, gleich welcher Ausprägung, lehne ich ab – weit mehr noch das ganz offensichtliche Diktat einer Minderheit, erst recht, wenn diese zudem noch in einer offensiv zur Schau gestellten “moralischen Überlegenheit” vorgetragen wird. Dass sich zudem der von fast der gesamten Gesellschaft finanzierte ÖRR hiermit gemein macht ist insofern inakzeptabel, als eine überwiegende Mehrheit eben dieser Gesellschaft diese Entwicklung ablehnt.
————————————————————————————————————————
Ich erlebe meine Studenten, welche verunsichert sind, ob sie in ihren Bachelorarbeiten Gendern sollen oder nicht (natürlich nicht!). Es sollen wohl an einigen Universitäten Bachelorarbeiten schlechter bewertet worden sein weil nicht gegendert wurde! Das ist unfassbar und, wie jüngst durch ein Verwaltungsgericht festgestellt wurde, auch rechtswidrig, weil bzw. wenn es keine inhaltliche Relevanz hat.
————————————————————————————————————————
Die große Mehrheit ist gegen das Gendern, das sehe ich ganz genauso, man muss sich ja nur im Bekannten-/Freundeskreis umhören. Aber Fakt ist, man ärgert sich innerlich zu Tode, steht dem ganzen Quatsch aber völlig machtlos gegenüber. Mein Eindruck ist, dass sich heutzutage solche Diskussionen fast ausschließlich in den (a)sozialen Medien abspielen.
Gehört werden meistens nur die, die zwar die Minderheit bilden, aber am lautesten schreien, und das ist leider nicht nur beim Thema Gendern so, man könnte hier reihenweise Themen auflisten.
————————————————————————————————————————
Nicht nur, dass der Kampf um gegenderte Sprache keine gesellschaftlichen Verbesserungen zeitigen kann, m.E. verhindert er massiv, dass sich Menschen politisch für notwendige gesellschaftliche Änderungen engagieren und zielgerichtet einsetzen. Ihre Energie wird auf Scheinkämpfe umgelenkt, so dass Veränderungen erschwert werden.
————————————————————————————————————————
Ich ärgere mich oft über die „Gendersprache“ in ARD und ZDF, habe aber die Erfahrung gemacht, dass ablehnende Stellungnahmen dazu dort nicht goutiert werden. Man lässt sie mit nichtssagenden Antworten „abtropfen“.
Mit Vera Cordes von „Visite“ (NDR) ging es mir z.B. so: Ich hatte mich Anfang de Jahres darüber beschwert, dass in der Sendung durchgängig mit „Glottisschlag“ (BILD: Schluckauf-Sprache) kommuniziert wurde, was zu völliger Ablenkung durch Unverständlichkeit führte (das war fast eine Loriot-reife Darbietung).
Zudem fühlte ich mich nervig belehrt („be-teachert“, das Wort kannte Cordes nicht), zumal das impliziert, alle anderen sprächen „ungerecht“. Das konnte sie gar nicht verstehen und fand wichtiger, weiter Gerechtigkeit walten zu lassen. Tscha, so legt man Probleme ad acta. Soviel nur beispielhaft dazu.
————————————————————————————————————————
Vor allem aber danke ich allen Wissenschaftlern, die diese Initiative auf den Weg gebracht haben, aus tiefstem Herzen (!!!) für ihr Engagement und ihre öffentliche Stellungnahme zu diesem Thema, das ich seit Jahren ebenso verfolge wie es mich verfolgt, denn es gibt ja kein Entrinnen. Ich hoffe sehr auf ein Umdenken, einen offenen Diskurs (der gewiß nicht stattfinden wird) und das Ende der Diffamierung kritischer Stimmen.
Denn das ist aus meiner Sicht eines der Hauptprobleme: Dass in puncto Gendersprache ein Konsens vorgespiegelt wird, der in Wahrheit gar nicht existiert (im Gegenteil!), und jeder Kritiker an den Pranger gestellt und als reaktionär, rechts, diskriminierend, alter weißer Mann usw. verleumdet wird. Mit dem Ergebnis, dass kaum noch jemand den Mut hat, sich öffentlich zu äußern.
————————————————————————————————————————
Hiermit möchte auch ich als Nicht-Sprach- bzw. Literaturwissenschaftler, aber als einer, der die Sprache dennoch nicht nur beruflich pflegt, sondern sie auch (mittlerweile gezwungenermaßen auch am Arbeitsplatz…..) vor unlegitimierter, unfachmännischer und auch ideologischer motivierter Manipulation geschützt sehen möchte, sehr gerne mit meiner Unterschrift unterstützen.
————————————————————————————————————————
Sie sollten viel mehr Werbung für die Aktion machen. Die große Mehrheit der Bevölkerung lehnt das “Gendern” ab. Die Menschen fühlen sich von dieser lautstarken Minderheit bedrängt und unterdrückt.
————————————————————————————————————————
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte mich ganz herzlich für Ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Genderpraxis in öff.-rechtl. Sendern bedanken. Wiederholt habe ich Beschwerdebriefe an Redaktionen von ARD, ZDF, ARTE und DLF geschrieben und darauf hingewiesen, dass die gebührenfinanzierten öff.-rechtl. Sender der regelbasierten deutschen Sprache verpflichtet seien. Stets habe ich die ideologisch begründeten Standardantworten erhalten, wie diese auch in Ihrem Bericht vermerkt sind. Besonders perfide empfand ich, dass vom ZDF – wahrheitswidrig – immer betont wurde, es gäbe keinerlei Gendervorgaben “von oben”, jedem Redakteur sei vielmehr freigestellt, seine Sprachform frei zu wählen. Ich bin zwar kein Philologe, liebe und schätze aber unsere schöne deutsche Sprache als ein Kulturgut, um das uns viele Menschen in der Welt beneiden.
————————————————————————————————————————
Denn mir begegnet das Thema nahezu wöchentlich man kommt sich zunehmend hilflos vor. So wird man als Unternehmen inzwischen ausgeschlossen, wenn man zum Beispiel in einer Broschüre der hiesigen Hochschule zum Thema Ausbildung einen Beitrag veröffentlichen aber nicht gendern möchte, man wird als Firmensprecher persönlich angegriffen, weil man auf seinem privaten (!) Social-Media-Profil nicht gendert, usw. – der Druck, der von lautstarken, ideologisierten Befürwortern ausgeübt wird, wird immer größer. Daher ist es gut, wenn noch einmal sehr deutlich gegen eine unsinnige Entwicklung Stellung bezogen wird.
————————————————————————————————————————
Danke für den offenen Brief in Sachen Gendern im ÖRR, den
ich aufmerksam gelesen habe. Wie Sie ja wissen, sind Medien
ein außerordentlicher Faktor für den Bestand der Demokratie.
Und gerade zu Zeiten, in denen Milliardäre Social Media
kaufen können, kommt den Öffentlich-rechtlichen eine noch
größere Bedeutung für eine objektive, fundierte Wissensvermittlung
und Bildung zu. Gern möchte ich den offenen Brief
mit unterzeichnen.
————————————————————————————————————————
Ich bin glücklich, dass sich langsam breiter Widerstand gegen die Verwendung von Gender-Sprache im ÖRR formiert. Ich war früher selber Teil der Bemühungen, Gerechtigkeit durch Sprache zu schaffen – hauptsächlich auf Druck meiner Chefin bzw. der Uni. Es hat damals schon nicht funktioniert und heute kommt eine totalitäre Komponente dazu, die ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. Außerdem werden Begriffe grob falsch verwendet.
————————————————————————————————————————
Deutsch ist nicht meine Muttersprache, jedoch lebe und arbeite ich seit über 30 Jahren in der Bundesrepublik.Es macht mich sehr traurig, wenn ich sehe, wie man mit gemeinsamen kulturellen Eigentum umgeht. Die Sprache ist eine Art “ Familien Porzellan“ und es ist Aufgabe von allen damit pfleglich und im Sinne der Bedürfnisse der ganzen Gesellschaft umzugehen.

Leider leider wird von den Journalistinnen in Journalisten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Eher nach ideologischen Motiven entschieden, wie man die Sprache verwendet.

Ich habe meine Kindheit und Jugend im stalinistischen Albanien verbracht und kann mich sehr genau daran erinnern, wie in den siebziger Jahren Methoden der chinesischen Kulturevolution in meiner Welt durch die Bestimmung der Verwendung der Sprache in der Erziehung der jungen Generation erzwungen wurden. Wenn man die breite Masse zwingt, die Sprache nach den Regeln oder Erwartungen eine bestimmte Ideologie zu benutzen, braucht diese Ideologie keine Zwangsmaßnahmen mehr. Die Repression reproduziert sich ledig durch die SprachVerwendung.

Natürlich ist die westliche Zivilisation nicht in dieser Phase. So fängt aber auch an. Und glauben Sie es mir, das ist keine Rhetorik. Wenn die erzwungene Sprache Immer mehr die Begleitmusik eine bestimmte Ideologie wird, ist man unterwegs zu einer totalitären Gesellschaft.

Ich habe von Anfang an in den neunziger Jahren Deutschlandfunk gehört. Wenn ich heute gefragt werde, welche kulturelle Zugehörigkeit ich habe, würde ich eben die seriösen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in diesem Lande nennen. Seit 2 – 3 Jahren bin ich sehr traurig, wenn ich spüre, dass ich und vor allem meine Kinder schutzlos dem Willkür der ideologischen Bedingten Sprachgebrauch im öffentlichen Rundfunk ausgesetzt sind.
————————————————————————————————————————
Gern würde ich Ihren Aufruf unterzeichnen. Ich bin Autorin und Übersetzerin und komme immer wieder in groteske Situationen, z. B. Wenn Verlage eine gendergerechte Sprachen fordern. Jeder Mensch, der viel mit Sprache zu tun hat, müsste wissen, dass uns das Gendern in Teufels Küche bringt, weil es nicht funktionieren kann.
————————————————————————————————————————
Auch ich habe genug davon, dass sich die Sender anmaßen, den Zuschauer “erziehen” zu wollen und lehne dies entschieden ab. Selbst bei Arte, meinem Lieblingssender, vergeht mir oft die gute Laune, sobald wieder gegendert und von “Autofahrer*innen, Erzähler*innen etc. gesprochen wird.
Dies ist undemokratisch und muss unterbunden werden, da unsere Gesellschaft Gefahr läuft, dass es zur Spaltung von Sprache in Hof- und Volkssprache kommt. Gewiss Sprache unterliegt Veränderungen, jedoch sollte dies nicht von einer kleinen Gruppe ausgehen, die über keinerlei Legitimation verfügt.
————————————————————————————————————————
Auch wir empfinden die “Genderei” für eine unbegründete und unmögliche Art der Gängelei und Bevormundung.
Als Ärzte sind wir mit dem Thema des sensiblen Umgangs mit Sprache und ihrer Wirkung auf Menschen sehr vertraut
und benötigen die oberflächliche aufgezwungene Form nicht. Wir lehnen sie auch wegen ihrer Verlogenheit ab.
Auch unser Sohn ist dieser Meinung.
————————————————————————————————————————
Als Künstler werde ich seit geraumer Zeit, insbesondere in der Kommunikation mit Behörden, sozialen Einrichtungen und Universitätsmitarbeitern genötigt “gendergerechte” Sprache zu verwenden. Um mit meiner Arbeit Erfolg zu haben und überhaupt wahrgenommen zu werden, komme ich nicht umhin mich dieser Ausdrucksweisen anzupassen.
————————————————————————————————————————
Dass ein Stilmittel politischer Bewegungen und bunter Szenen wie das Gendering nun von Verwaltungschefs, Marketingleitern und Bürokraten in den allgemeinen Sprachgebrauch gepuscht wird, ist keineswegs als Fortschritt zu bewerten. Diese Entwicklung geht auf Kosten sprachlicher Klarheit, präzisen Ausdrucks und prägnanten Stils. Insbesondere Kultur- und Medienschaffende beeinflussen den Sprachwandel als prägende Vorbilder; und jeder publizierte Text mag künftigen Analysen als Beleg dienen. Gerade multipräsente Role Models – wie Autoren, Künstler, Moderatoren und Redakteure – sollten die Folgen Ihrer Sprachhandlungen gewissenhaft reflektieren, denn wir alle tragen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft unserer Sprach- und Streitkultur.
————————————————————————————————————————
Den Aufruf der Sprachwissenschaftler, im ÖRR das Gendern zu unterlassen, möchte ich mich hiermit aus tiefster Überzeugung anschließen – als humanistisch gebildete, der deutschen Sprache verpflichtete Juristin.
————————————————————————————————————————
Ich verfolge die Debatte um eine “geschlechtergerechte” Sprache und deren oktroyierenden Gebrauch in Lehr- und öffentlichen Einrichtungen, Behörden und Medien mit zunehmender Fassungslosigkeit und Ohnmacht und beobachte mit Sorge, wie sie zunehmend ideologisch und inakzeptabel intolerant von ihren Verfechtern geführt wird.
————————————————————————————————————————
Seit dieser politisch motivierte Anschlag auf die deutsche Umgangssprache Boden gewann, kann ich mich nur schwer überwinden, die verstümmelten Texte zu lesen und Wortbeiträge in den öffentlich-rechtlichen Medien zu hören.
Ich stimme deshalb dem Widerstandsaufruf gegen diese Sprachverunstaltung gern zu. Als Inhaber einer Werbeagentur, die sich immer bemühte, in allen Texten überflüssige Anglizismen zu vermeiden und gepflegtes Deutsch zu verwenden, versteht sich das von selbst.
————————————————————————————————————————
Ich empfinde das Gendern als totalitäre Gesinnungssprache, die vom ÖRR nicht propagiert werden sollte.
————————————————————————————————————————
Ein Kollege wies mich auf den Artikel hin und gerne möchte ich meine Unterstützung durch mitunterzeichnen ausdrücken.
Dabei bin ich von der Notwendigkeit eines gebührenfinanzierten ÖRR fest überzeugt.
Das muss in Zeiten, in denen dunkle Kräfte gerne nur noch „privates“ in Funk und Fernsehen hätten, festgehalten werden: es gibt nichts demokratiestärkenderes als diesen.
————————————————————————————————————————
Ich bin es leid, diese Sprachakrobatik auszuhalten. Es ist nicht nur blödsinnig, sondern dumm. Der Plural Kollegen und Mitarbeiter oder Mitglieder ist für mich weder nicht geschlechtsneutral, noch frauenfeindlich. Das Gegendere ist männerfeindlich! Denn *innen ist weder neutral noch von der Mehrzahl der Frauen erwünscht. Es ist eine Frechheit, dass Minderheiten sich über die Mehrheit in einer Gesellschaft stellen und diesen Blödsinn aufoktroyieren. Mir ist das Gegendere peinlich! Das Land der Dichter und Denker ist verkommen zu einem Land der Bücker und Beuger.
————————————————————————————————————————
Nun, das möchte ich gerne tun, denn gerade als jemand, der beruflich mit sprechen und Sprache zu tun hat, erzeugt dieses Gendergestammel bei mir körperliche Schmerzen.
————————————————————————————————————————
Haben Sie vielen Dank für Ihre Initiative. Hoffentlich gibt es auch noch
einmal eine solche Initiative für die Sprachpraxis an den Universitäten!
Dort erhielt ich kürzlich eine E-Mail mit der Anrede “Liebe Mitglieder und
Mitgliederinnen”. Ich leide noch immer bei dem Versuch, mir letztere
vorzustellen.
————————————————————————————————————————
Ich arbeite in einem großen deutschen Verkehrsunternehmen, dem intern die Gendersprache vorgegeben wurde, und “leide” täglich unter der unwissenschaftlichen ideologisch geprägten Sprachdeformation.
————————————————————————————————————————
Danke für diesen sehr anregenden und durchdachten Beitrag, der mir aus der Seele spricht.
Ich arbeite als Setzer und Layouter in einem Verlag und habe tagtäglich mit den Auswüchsen des Genderns zu tun (Mensch:in, Gäst:in, Jüd:in). Wobei es ja auch nie schlimm zu sein scheint, wenn ein Wort weiblich ist (aus Person wird also von den Genderbefürwortern nicht Person:er).
————————————————————————————————————————
Korrekte Rechtschreibung gehört für mich untrennbar zu effektiver Kommunikation.
Die in den letzten Jahren zunehmende “Genderisierung”, vor allem in den
Nachrichtensendungen des ÖRR, habe ich verschiedenen Intendanten gegenüber schon
mehrfach beanstandet – ohne jeden Erfolg und ohne jede Einsicht auf der Gegenseite.
————————————————————————————————————————
Ich habe noch anständig Deutsch gelernt und würde sehr gern sehen, daß dieser Schatz auch an die Folgegenerationen weitergegeben wird.